Ausverkauf / Final Sale

Sihanoukville – Bangkok (28.01. – 08.02.2015)
< zurück/back

(see below for translation)

Wir haben uns auf unserer friedlichen Robinsoninsel gründlich durcherholt und sind entsprechend entgeistert, als wir Sihanoukville erreichen. Sihanoukville ist eine Mischung aus Sihanoukvilleinternationaler Jugendherberge und  Escortservice für Männer in den besten Jahren. Wir haben einen schönen Strand gesehen, der Rest ist furchtbar. Eigentlich wollten wir von hier aus Ausflüge in Dschungel, Mangroven oder in die Kardamonberge zu unternehmen. Die Idee verwerfen bei unserer Ankunft fix. Plan B führt uns in das Dorf Chi Cambodia Foto (767)Phat, dort bietet man Ökotourismus mitten im Dschungel. Eine Werbung trifft ihre Zielgruppe, wir sind schon unterwegs. Die Strecke dorthin gibt wenig her. Auch hier ist Kambodscha platt wie Holland aber die winkenden Kinder, Kuhreiher und gnadenlos überladenen Mopets halten uns bei Laune. Es ist wahnsinnig heiß, wir hangeln uns von eisgekühlter Kokosnuss zu eisgekühlter Kokosnuss. Chi Phat gefällt uns dann wieder ganz hervorragend. Im zentralen Besucherzentrum wird alles organisiert, ohne besserwisserische Unterstützung aus dem Westen. Wir mieten uns nette Bambusbungalows und einige von uns buchen ein frühmorgendliches Vogelbeobachten, andere schlafen lieber etwas länger. Ich sage nicht wer. In diesem Ort treffen wir auf eine internationale Gruppe Enduro-Fahrer auf Dschungeltour. Dschungel 01Der adrenalingetriebene Reiseleiter von ‘Extreme Tours Cambodia’ scheint uns der geeignete Ansprechpartner in Sachen Reiseplanung. Er schlägt den direkten Weg durch den DschDschungel 02Cambodia Foto (845)ungel vor, das sei er schon mal mit dem Mountainbike gefahren. Ganz früher war dort ein Holzfällerpfad, anschließend für Treckingtouren genutzt,  bis zu einer unglücklichen Begegnung zwischen einem romantisierten Jungelefanten und einem Wanderer. Heute kann man den Weg noch erkennen, Einheimische nutzen ihn sporadisch. Das klingt doch super. Wir organisieren uns Verpflegung, stellen die Wecker auf fünf und sind noch der Meinung, dass ein voll beladenes Reiserad auch so etwas wie ein Mountainbike ist. Für die nun folgenden 70 Kilometer brauchen wir 14 Stunden, 10 davon für die ganz interessanten 20 durch den tiefen Dschungel. Wir haben geschoben, gezogen, geflucht, geschwitzt und getragen. Nur gefahren sind wir nicht. Es ging steil bergauf, auf ausgespülten Pfaden, dann wieder durch Bambuswäldchen und über äußerst zweifelhafte Brücken. Als uns wirklich klar Dschungel 03wurde, was wir uns eingebrockt hatten, waren wir zum  Dschungel 04 umkehren schon zu weit und haben es gezwungenermaßen nach Russey Chrum geschafft. Nie zuvor waren wir so froh ein Guesthouse zu sehen, auch wenn es äußerst rustikal ist. Obwohl uns am nächsten Tag alles weh tut machen wir uns auf den Weg sobald das Tageslicht unsere Herberge und das Dorf Russey Chrum in seiner ganzen Trostlosigkeit enthüllt. Vor lauter Stolz über unsere Leistung am Vortag müssen wir uns den ganzen Tag beglückwünschen und genießen das Fahren auf der komfortablen Staubstraße nach Koh Kong, unserer letzten Station in Kambodscha. Einstimmig beschließen wir einen Pausentag, schon um den Abschied aus Kambodscha noch ein wenig herauszuzögern. Kambodscha ist ein ganz besonderes Land, vor allem außerhalb der Touristenstrecken. Da überall Land an ausländische Investoren verkauft wird, sogar Nationalparks sind betroffen, hat man das Gefühl eine Uhr ticke im Hintergrund. Es stehen noch mehr Abschiede an. Tom und Heiner möchten noch auf die Inseln der Ostküste. Wir anderen haben mehr Zeit und fahren über Bangkok die andere Seite des Golf von Thailand mit der Bahn herunter und mit dem Rad wieder rauf. Es ist ein Abschied von einer tollen Gruppe und einem ganz besonderen Abenteuer. Ab jetzt sind wir nur noch zu dritt und in Thailand unterwegs, das wird komisch. Cambodia Foto (704)Weg aus Russey Chrum

(Hinterlasse einen Kommentar)

Final Sale

Totally relaxed we return from our peaceful Robinson experience and are up for a real shock in Sihanoukville. Sihanoukville is a terrifying place, a mix between youth hostel and escort service for elder gentlemen. We try hard and manage to find one beautiful beach, the Sihanoukville rest is to forget about. Originally we were thinking to stay and make excursions into the Kardamon Mountains, mangroves and the jungle from here. This idea was cancelled quickly in favor of getting away soon. We hear about Chi Phat – a former woodpecker village that organises comunity based ecologially friendly tourism. An idea finds it’s target Cambodia Foto (767) group, we are on our way. The way there is rather boring and flat if it wasn’t for the people using scooters to transport crazy loads, waving kids and buffalos (not waving). It is burning hot, we just about make it by stopping whenever there is ice-cold coconut on offer. Chi Phat is just what we expect. The people organise everything without smartass help from the west, we find nice and simple bungalows to sleep in and some of us take part in early morning bird watching tours, Dschungel 01others prefer to stay in bed before sunrise. In this village we bump into a crazy group of enduro riders on a jungle tour ‘Extreme Tours Cambodia’. Their guide, obviously the right person for tour planning, tells us that there is a shoutcut directly though the jungle, a few years ago he was going by mountain bike, this took him only six hours. Dschungel 02 Cambodia Foto (845) The path is still visible, it used to be the woodpecker path, then it was used for trecking tours until an unfortunate encounter between a young, romanticised elephant and a hiker, nowadays locals use it sporadically. This sounds like a splendid idea, nevermind the elephants. We organise provisions and set our alarm clocks to five in the morning. Can’t be that much difference between mountain bikes and fully loaded touring bikes. The following 70 kilometers take us 14 hours, 10 of which for the most ineresting 20 kilometers deep jungle. The path was washed out and steep, through bamboo woods and over questionalbe bridges resp. over slippery rocks through rivers. We pushed, pulled, sweated, dragged, carried and ranted, we hardly ever rode. It was too late to turn back by the time we learnd what we had gotten us into. Dschungel 03In the dark we finally reach the village Russey Chrum and a guest house. It was very rustic, but I was never happyer to see a hotel.
Despite the pain in the whole body, when the daylight reveales the drearyness of the whole place the next morning we hit the road again and spend a lovely day riding red dirt roads with incredible speed, congratulating us on our achievement, to our last stop in Cambodia Koh Kong. To take a rest day in a hotel with pool is an easy decision. Also to postpone the goodbye. Cambodia is such a special place. Just the sale of land in a huge scale, even national parks, is sad. We have the feeling of a ticking clock all the time there.
There is another goodbye: Tom und Heiner visit the islands at the east coast, we have more time and take the bus/train via Bangkok down the other side of the gulf of Thailand just to ride back up to Bangkok. Mad. Cambodia Foto (704)Weg aus Russey Chrum

(back to top)

Hinterlasse einen Kommentar zu seed Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Follow

Get every new post on this blog delivered to your Inbox.

Join other followers: