Gefühlt sind wir in Bolivien

Salta – Humahuaca ( 01.07. – 03.07.2014 - 220 km, 2.780 hm)                       <zurück  vorwärts >

(see below for translation)                                                   

Es geht bergauf, immer weiter bergauf. Noch 150 Kilometer bis zur Grenze, auf 3000 Meter Höhe finden wir nur noch wenig von dem Argentinien, das wir kennen. Schnell gewöhnen wir uns an die kleinen, bunten Kartoffeln und Stefan kommt seinem ersten Lama nahe. Wir fallen mehr auf als bisher, es gibt viele Straßenhändler und auch die ersten bettelnden Kinder. Die Gewöhnung daran fällt schwerer.
09 nicht EU-Norm 10 es gibt Lama

Raus aus Salta haben wir unsere 01 GürteltierGürteltiersichtung. Ein Prachtexemplar. Stefan ist überglücklich. Nach dem Gürteltier gleich die nächste Überraschung, wir kommen durch einen Urwald und treffen weitere Radreisende in unserer Richtung. Barbara und Franz möchten dann allerdings abbiegen und über den Paso Jamal nach Chile um die legendäre Lagunenroute zu fahren. Wir haben uns 02 Urwalddagegen entschieden. Dass der Pass wegen schlechtem Wetter immer wieder geschlossen wird überzeugt uns noch mehr von unserem Entschluss, die ganz harten Touren können wir ja später mal fahren. Oder so. Muss ja auch nicht.
Erstmal ist es wunderschön, unglaublich satt und grün, gigantische Bäume und Lianen. Pünktlich zum Fußballspiel Algerien- 03 El Carmen Deutschland rollen wir zu viert in El Carmen ein. Irgendwie scheinen die anderen fünf Fussballineressierten hier mehr für Algerien zu sein, genau wie Stefan, man ist sich einig. Ich bin gespannt auf das Brasilien-Deutschland-Spiel. Das brasilianische Team könnte hier noch einen Tick unbeliebter sein als das Deutsche, wir werden sehen.
Hinter El Carmen bekommen wir unsere Pampaslandschaft. Grüne, rote und gelbe Berge, das gewohnte prachtvolle Bild. Wir fahren durch kleine Dörfer, entlang der Strecke stehen winzige Bauernhöfe aus Lehm. Vor den Höfen stehen mehr Esel als Traktoren. Die ersten Schlapphüte tauchen auf, hüten ihre Ziegenherden, leise summen wir “El Condor Pasa”.
05 Fussball zum Mittag04 FussbalfanPünktlich zum Argentinien-Schweiz-Spiel erstirbt  der Verkehr. Wir sind ganz alleine, das ist auch nicht schön. In der nächsten Siedlung klopfen wir bei einem Comedor an. Die Dame des Hauses möchte unbedingt, dass Argentinien gewinnt, will das Spiel aber nicht sehen. Sie lässt uns ein, schaltet den Fernseher an und macht uns Empanadas. Als die argentinische Mannschaft endlich gewinnt ist sie außer sich vor Freude, wie alle hier außer uns. Ich bin vor allem erleichtert, ich kann aufhören Pläne zu schmieden den Schweizer heil außer Landes zu bringen.

Die argentinische Welt ist in Ordnung, wir  fahren noch zu viert bis Tumaya und verbringen einen netten Abend bei den freundlichen Leuten vom Camping Municipal. Barbara und Franz biegen tatsächlich ab und machen sich auf in die unwirtlichen Höhen.
Wir fahren weiter gen Norden. Klettern gemächlich, Dorf für Dorf, auf 3600 Meter und freuen uns wahnsinnig auf das Altiplano.

07 zwei nehmen die harte Tour 06-1 wieder Pampa

Feels like Bolivia

Uphill, uphill and more uphill. It is 150 kilometers to the Bolivian border, we are on 3000 meters altitude. This is not the Argentina we know. We got used to the little colorful potatoes in no time and Stefan had his first close encounter with a lama. More difficult is to get used to be different so obviously, to the begging children and the people trying to sell us things on the street.
09 nicht EU-Norm10 es gibt Lama

01 GürteltierJust out of Salta we finally saw an amardillo. A wonderful, unique amardillo, finally, we are very happy.
The next surprise is up for us just after the amardillo. We expect Pampa and enter a rainforest. In this valley we meet two swiss cyclists, Barbara and Franz, who take the same direction.
They plan turn to Paso Jamal later, climb more
02 Urwaldor less directly up to 4700 meters to ride the legendary Laguna Route.
Weeks ago we already decided against this. The fact, that the pass is regularily closed due to bad weather confirms our decision. We can do the very hard tours another time. Maybe.
For now everything is beautiful, very rich green, lots ofgiant trees.
We roll into El Carmen just in time for the football game Algeria-Germany. In this village are five more people who watch the game. Just like Stefan they support Algeria (because it is not Germany). They agree on not liking the German team. I am very curious for the game Germany-Brasil. The brasilian time might be even more unpopular here. We will see.
Our Pampa is there right behind El Carmen. Green,
03 El Carmenred and yellow mountains, the usual, wonderful picture. We ride through little villages, tiny farms are along the road. There are more donkeys than tractors in front of the farms. The first people with typical hats appear, guard their goars. We quietly hum “El Condor Pasa”.
Argentinia plays against Switzerland, the streets are empty, we are all alone. We don’t like this and knock the door of a comedor. The lady of the house desperatly wants Argentina to win but is not interested in watching the game. She lets us in to watch the game and cooks empanadas for us. Argentinia wins, everybody is happy, except us. I am relieved and stop making rescue plans for Stefan. The argentinian world is in order, we cycle together to Tumaya and spend a very nice evening at the very nice people from the camping municipal.
Barbara and Franz really take the turn to climb the pass.
We carry on the easier route North and climb gently, villag by village up to 3600 meters. We are looking very forward to the Altiplano.

05 Fussball zum Mittag04 Fussbalfan

 

 

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