4000 Inseln und 2 Millionen Steine / 4000 islands and 2 million stones

 Don Khong – Siem Reap (02.-15.01.15 – 304 km Fahrrad und zwei Busfahrten)

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Don Khong – die wahrscheinlich langweiligste Insel der Welt. Es gibt einige Guesthouses am Mekong aber keiner weiß so genau warum. Wir bleiben zwei Nächte, irgendwie haben wir uns das aufregender vorgestellt,Fähre über den Mekong. und machen eine Inselrundfahrt mit dem Rad. Viel plattes Land und abgeerntete Reisfelder schauen wir uns an. Mit unseren Fahrrädern, einer unglaublichen Fähre und 03 Wasserfall der Hoffnung auf Attraktionen verlegen wir unseren Standort bald auf die übernächste Insel Don Det. Klingt ähnlich, ist es aber nicht. Auf Don Det gibt es spektakuläre Wasserfälle, Delfine ohne Schnauze (Irawadi), geschätzte 500 Guesthäuser, einen Abschnitt für Partygäste und eine ruhige Seite. Jeder Asienbesucher leidet im Laufe der Reise mal unter stark beschleunigter Verdauung. In Don Det war ich dran und kann daher lediglich über unser Hotelzimmer genaue Angaben machen. Stefan hat sich derweil mit den anderen Jungs auf einer lebensgefährlichen Kanutour vergnügt. Gebucht war nur Kanutour, das lebensgefährlich wurde unterwegs deutlich. Sie haben sich tapfer geschlagen, tatsächlich Delfine gesehen und die meisten Stromschnellen ungefähr zur gleichen Zeit wie ihr Boot genommen. Ob eine Kanutour auf Don Det empfehlenswert ist oder nicht konnte ich ihren Erzählungen nicht entnehmen. Um die Gefahr hervorzuheben und weil sie nur in den ruhigen Teilen fotografieren konnten setzen wir ein Foto von einem Wasserfall ein, der nicht direkt auf der Strecke aber in der Nähe ist.
Nach dieser Pause verlassen wir zum zweiten Mal Laos. Der Süden gefällt uns so gut wie der Norden. Die Laoten sind auch hier Laoten und unterhalten eine ebenso innige wie sympatische Beziehung zu ihrer Hängematte. Die Landschaft ist etwas eintöniger als im Cambodia 0108 (6)-001 Norden und so fällt der Müll, der überall herumliegt, stärker auf. Man kann halt nicht alles haben, entweder man liegt in der Hängematte oder man räumt den Müll weg. Mangels Müllabfuhr wären dahingehende Bemühungen langfristig eh vergebens, vermuten wir, ausprobiert wurde das noch nicht.
Wir sind unglaublich gespannt auf Kambodscha. Im Zusammenhang mit P1060727Kambodscha fallen uns erstmal Bürgerkrieg, Armut, Landminen ein. Aber auch Angkor Wat. Wir lesen, dass 30% der Bevölkerung unter 15 Jahre alt sind, dass die Arbeitsbedingungen unvorstellbar schlecht sind und Proteste sofort blutig niedergeschlagen werden.
Diese negativen Erwartungen werden nach dem Grenzübertritt erstmal bestätigt. Ein Schild warnt uns vor Landminen und an beiden Seiten der Straße wird brandgerodet, dass uns der Atem stockt. Gegen die Behausungen muten laotische Hütten luxuriös an. Es laufen tatsächlich jede Menge Kinder herum. Sie grüßen uns euphorisch. Statt “Sabaidee” ist es hier “Hello”, ausgesprochen wie das Mainzer “Helau”. Wir erreichen gleich am ersten Tag eine größere Stadt. Beim Durchfahren glauben wir an einen schlechten Scherz. Stung Treng, die Stadt, liegt an einem Fluß. Zum Fluß hin ist sie eine große Müllhalde, in der Stadtmitte eine staubige Baustelle. Die Restaurants sind schmucklos und das Essen schmeckt nach wenig. Heiner und Tom entdecken ein Starkbier. Wir haben großes Verständnis für alle Stung Trenger, denen 5% Alkoholgehalt zu wenig ist. Nach einer Frühstücksodyssee, die zum Eindruck der Stadt passt, flüchten wir früh am Morgen. Es soll auf der Strecke kein Guesthouse mehr geben, die nächsten 150 Kilometer erwarte uns Einöde, aber wenn wir in dem Dorf “Cheap” in etwa 80 km freundlich fragten ließe man uns bei Leuten übernachten. Das wollen wir lieber bei Tageslicht versuchen.
Cambodia 0110 (20)koh kerDSCF0162 (2)P1060833An der vermeintlich einsamen Strecke steht eine Hütte neben der anderen. Die meisten neu, viele noch im Bau, offensichtlich passiert hier einiges. Viele Hütten unterhalten kleine Kioske. Draußen stehen rote Kühltruhen, mangels Strom wird mit Eisklötzen aus der Fabrik gekühlt. Das ist zwar nicht ganz lecker, wenn der Kioskbesitzer das rostige Beil nimmt und davon etwas in die Getränke bröselt, aber die Kühlung scheint einwandfrei zu funktionieren. Natürlich gibt es in Cheap inzwischen auch ein Guesthouse. Es wird nicht von Touristen genutzt und hat kambodschanischen Standard. Es gibt einen Trog aus dem man Wasser schöpfen kann, das ist fast so gut wie Duschen, eine Gemeinschafts-Hocktoilette und daumengroße Kakerlaken, die sich mir zum Glück nicht zeigen. Um neun geht der Generator aus, dann hören wir nur noch die Asia-Elektropop-Techno-Beschallung der Hochzeit am anderen Ende des Dorfes. Die dafür ausgiebig. Das ist die erste von vielen Hochzeiten, an denen wir akustisch teilnehmen sollen. Zum Glück wissen wir das in Cheap noch nicht und bilden uns ein den Schlaf nachholen zu können. In Kambodscha wird viel und ausgiebig geheiratet und niemand im Umkreis von 1km scheint sich daran zu stören. Wir fahren weiter durch Dörfchen und Städtchen, die ich zusammenfassend beschreiben kann: viele niedliche Kinder, langweiliges Essen, Frauen tragen den ganzen Tag Schlafanzüge, öde Landschaft, überhaupt nicht öde und wahnsinnig freundliche Leute. Wir besichtigen noch die Tempel von Koh Ker (sehr schön, auf keinen Fall verpassen wenn man in der Gegend ist) sozusagen als Aperitiv, und kommen erwartungsfroh und mit einem gründlich überarbeiteten Bild von Kambodscha endlich in Siem Reap an. Stefan und ich machen einen günstigen Deal und mieten uns etwas außerhalb in einer Luxusherberge mit Pool ein, die Herren bevorzugen Stadtnähe. Drei Tage lang erkunden wir nun begeistert das sagenhafte, unbeschreibliche, phantastische Angkor. Das ist jedem ein Begriff und jeder hat schon bessere Bilder davon gesehen als die unseren, also spare ich mir die Beschreibungen. Wir klettern in glühender Hitze über alte Steine und sind angemessen begeistert. So gehört sich das. Nach der geballten authentischen Reiseerfahrung der vergangenen Etappen tut uns ein Luxusresort auch nicht weh.

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4000 islands and 2 million stones

Don Khong- the world’s most boring island (probably). For some obscure reasons they have a number of guest houses along the Mekong river. We stay two nights as planned, but we had expected a little more than plenty of harvested rice fields and flat land. Luckily the unbelievalble catamaran ferry and our bikes take us to the next island, I think it was Don Det.Fähre über den Mekong. Don for sure. Now this is something. It has spectaculous water falls, dolphins without snouts (irawadi), roughly 500 guest houses, one part for party people and another for peace seeker. At one point of their Asia visit the traveller will suffer from highly accelerated digestion. It was my turn now. I did not see much of Don Det. In the 03 Wasserfallmeantime the guys joined a death-trap canoo tour. The death-trap detail was not in the describtion, it became pretty obvious just after they had started. Nevermind, they survived and mastered most rapids at round about the same time as their boot. They even saw the dolphins. From the describtions I can not tell if a canoo tour on Don Det is recommendet or not. They did not take any pictures at the interesting parts, hence I use a photo of a near by waterfall for illustration.
After this break from cycling we have to leave Laos for the second time and it does not become easier. We like the south just as much as the north. A Laotian is a Laotioan, here and there they maintain a close relationship with their hammock  which I admire deeply. The scenerie is less beautiful in the south so that the rubbish becomes more obvious. I guess you can not have it all, spend your life in the hammock and have a clean country. However, due to the complete lack of rubbish dumps each attempt in this direction is doomed to fail anyway. I guess nobody has tried it though.
Cambodia 0108 (6)-001We are very excited to enter Cambodia. Everybody immediately thinks of civil wars, poverty, landmines. Also we think of Angkor Wat. We read that 30% of the population is younger than 15, that working condition are appaling and every protest against is cracked down. P1060727The first impression confirms our negative expectations. A sign warns about mines , to get more farming land people burn and slash down trees on both sides of the road so that we can hardly breathe. Lao’s huts seem pure luxury compared to the dwelling here. And really there are a lot of kids around. They seem poor and happy and greet us with euphoric “hello”. On our first day we reach the biggsh city of Stung Treng. It seemed more like a joke than a city. Stung Treng is located at a river which could be beautiful if the riverside did not look like a garbage dump. The city itself is more like a dusty building side. Restaurants are more than simple and the food tastes of nothing. Heiner and Tom discover a strong beer. We have great understanding for everybody who lives here and thinks that 5% alcohol in a drink is not enough. After a breakfast odysee, matching the style of the place, we take to our heels.
Rumor says that there not much, especially no guesthouse, for the next 150 kilometer. If we ask nicely someone will take us in in the village “Cheap” about 80 kilometers from Stung Treng. We rather give it a shot during daylight.Cambodia 0110 (20)koh kerDSCF0162 (2)P1060833  Much has happended at the assumed lonely road. There are huts all the way long, most of them new, a lot not even finished. Many of them run little shops. There is no electricity, drinks are sold out of red boxes, coold by blocks of ice from the ice factory. This is not very appetising, when the shop owner takes the rusty hatched and crumbles bits of it into our glasses, but the cooling works just fine. Natually Cheap has a guesthouse these days. It is frequented solely by natives and is of cambodian standard. There is a tub with water to poor it down on you, just as good as a shower, one of the typical crouch toilets and cockroaches the size of a thumb. The generator is switched off at nine pm, it gets dark and all we hear ist the Asian-Electropop-Techno-sonication of a nearby wedding party. But this very clearly.  This is the first of many cambodian weddings we are going to attend acoustlically- we just don’t know it jet and still believe to be able to catch up on sleep the following night. Weddings take place all the time in Cambodia and nobody within one kilometer will ever complain about the noise.  We pass numerous cities and villages which can be summarised: plenty of very cute children, boring food, woman wear their pyjamas all day, boring landscape and interesting people. Everybody is seriously mad and very friendly.  As an apetizer before Angkor we get the chande to visit the temple of Koh Ker (nice, should not miss it when in the area) and arrive in Siem Reap with a completely redone image of Cambodia. Stefan and I make a good deal and rent a room in a luxury-pool-resort, they even parked the bikes for us, and the gentlemen preferred a more central accommodation. Everybody was happily exploring the incredible Angkor for the following three days. I forego a describtion of the ruins of Angkor as there are enough around already and everybody has seen better pictures than our amateur attempts. It was simply amazing, we climbed over millions of stones in the glaring heat and were absolutely thrilled. As you do. After all the authentic experiences on the way to Siem Reap a little luxury did not hurt as well.

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