Laos loslassen – Leaving Laos

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Vieng Phouka – Muang May (17.11. – 02.12.)

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Wir sind heil von unserer Dschungeltour zurück gekommen. Man kann von geführten Touren halten was man will, in den zwei Tagen mit unserem einheimischen Führer Lan San haben wir ziemlich viel über Laos, Laoten, nicht-laotische Minderheiten und Reisanbau gelernt. Trotz Kommunismus haben die meisten Familien in Nordlaos ihren Hektar auf dem sie Klebereis anbauen. Lan San hat angeblich 5 Tonnen in einem Jahr mit seiner 14-köpfigen Familie geerntet und verzehrt. Entweder hat er übertrieben oder destilliert, anders können wir uns das nicht vorstellen.
Mit dieser schönen Erfahrung im Nacken und neuem Klebereis in der Tasche fahren wir durch schöne Berglandschaft.
Unsere erste touristische Station in Laos ist Luang Namtha. Dieses kleine Städtchen wird von Backpackern heimgesucht, die von hier aus Ausflüge in die Umgebung machen. Da kommen wir her, der Bedarf ist gedeckt, wir bleiben also zwei Tage im Dorf und sind tagsüber fast

Akha Weibchenalleine. Einige Frauen der Akha (ethnische Minderheit) basteln und verkaufen dort Souvenirs. Die Szene gefiel mir und ich fragte, ob ich sie fotografieren dürfte. Ich dumme Nuß. Ich durfte und als es geschehen war musste ich natürlich etwas kaufen. Das war klar und auch kein Problem, alein ich sollte von jeder etwas kaufen. Und zwar von jeder das Gleiche, die Damen haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Was soll ich mit sechs Gürteln, sechs Taschen oder sechs komischen Hüten? Stefan war keine Hilfe, er war zu sehr beschäftigt zu lachen. Ich habe einiges gekauft und in einem günstigen Moment einen Fluchtversuch unternommen. Sie verfolgten mich bis ans Hotel und nachts verfolgen sie mich manchmal noch in meinen Träumen.
Wir sind dann wieder auf einer Reise durch kleine 1-DSCF2782Käffer, die sich kaum unterscheiden, und sehr rustikale Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Den eigentlichen Urwald gibt es hier nicht mehr. Wenn überhaupt noch, dann nachgewachsener Wald, das Meiste ist jedoch Bananen- und Kautschukplantagen gewichen. An uns fahren unzählige Motorroller und chinesische BMW und Range Rover vorbei. Die Dörfer sind teilweise sehr idyllisch, teilweise aber auch sehr ärmlich. Wir haben noch nie so viele Kinder gesehen. Jedes begrüßt uns überschwänglich und wir enttäuschen keins, erwidern jeden Gruß. Am Abend sind unsere Lächeln reichlich benutzt.
In Pakbeng steigen wir um auf ein Boot um den Mekong nach Luang Prabang zu befahren. Dieselbe Idee haben etwa 70 Backpacker aus ganz Europa die schon am Abend zuvor mit dem Schiff aus Oudomxai und Bierflaschen in den Händen einfallen. Leider ist das Nachtleben in Laos um 21:00 Uhr vorbei und so schaffen es alle pünktlich am nächsten Morgen zum Schiff und setzen ‘Projekt 2,5 Promille’ vom Vorabend fort. Die Fahrt dauert sieben Stunden. Sie können das Projekt erfolgreich abschließen und wir fragen uns die Erwachsenenfrage: “Waren wir vor 20 Jahren auch so?”.
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Auch sehr lange sieben Stunden sind irgendwann vorbei und wir in Luang Prabang, der ehemaligen Kaiserstadt. Es gibt unendlich viele Wats und noch mehr Mönche, einen Palast und das ganze umgibt wirklich schöne Landschaft inklusive Flussdelta, Wasserfall und Höhlen. Was will man mehr? Leider haben wir die ganze Wat-Sache vom falschen Ende her aufgerollt. Was wir in Bangkok gesehen haben ist schier unübertrefflich. Also laufen wir durch Luang Prabang und denken “… habe ich schon mehr, goldiger, größer.. gesehen”. Wir essen hervorragend, schämen uns für Touristen, die Mönche und Marktfrauen mit riesigen Objektiven piesacken, bekommen unser Visum für Vietnam und reisen erholt weiter. Die vielen chinesischen PKW sind nicht zum Spaß hier. Es wird investiert. Zum Beispiel in einen Staudamm, der unsere Ou-Flussfahrt zu sabotieren droht. Wir lassen uns natürlich

1-DSCF4278nicht aufhalten sondern fahren einfach nach Nong Khaw, da wollten wir schon immer mal hin, hinter den Staudamm und chartern unser eigenes Bötchen. Diesmal kann die Jugend alleine feiern. Der Ou ist wunderschön. Wir schippern entlang kleiner Dörfer und schauen Wasserbüffeln beim baden zu.
Das war ein schönes Abschlussabenteuer. Wir verlassen Laos verwundert und verliebt in das Land und die freundliche Gelassenheit der Laoten. Wenn alles nach Plan läuft besuchen wir den Süden noch, erstmal sind wir gespannt auf Vietnam.

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Leaving Laos

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We returned safely from our guided jungle adventure. Whatever one thinks about guided tours, we learned a lot from our local guide Lan San about Laos, non-laotic-minorities and rice farming. Despite comunism most people in northern Laos have their own hectare to harvest rice. Lan San said that he and his family (14 altogether) have harvested and consumed 5 tons last year. He either exaggerated or destilled. We have no other explanation.

With this beautiful experience and a fresh lump of sticky rice we continue our ride through the beautiful mountains to our first touristy destination in Laos. The small city of Luang Namtha attracts a lot of backpackers wo make excursions to the countryside. Great idea, but we have no need. We staied two days in Luang Namtha, almost alone during the day, to wash and recreate.
Akha WeibchenA group of women from the Akha tribe make and sell souvenirs. I liked this scene and asked to take a picure, stupid me. Of couse I was allowed and, in order to reward their effords (?), buy something of them. Fair enough. If only they did not ask me to buy exactly the same thing from each of them. The ladies have a destinct sense for fairness. I have no use for six bracelets, bags or belts. Stefan was of no help, he was too busy laughing. I bought a couple of things and used the first possible moment to escape. They chased me all the way to the hotel and sometimes still chase me in my dreams.

1-DSCF2782I was glad when we finally left for another journey through similar villages offering very rustic accommodation. The original jungle is gone here, if at all then it has grown back in some spots. It has been replaced by banana and caoutchouk plantations mostly. Hundreds of scooters and some chinese BMW and Range Rover pass us. Some of the villages are quite idyllic, others apallingly poor. We have never seen so many children. They are all very cheerful and excited to see us. We do not dissapoint one of them and reply every greeting. In the evening our smiles have been heavily used.

We want to take the boat from Pakbeng to Luang Prabang. So do about 70 international backpacker. They arrive in the evening with their beer already in hand. Unfortunately the laos night live ends at nine in the evening, so all of them make it to the boat the next day to complete “project 2,5 blood alcohol limit”. The journey was seven hours. They could successfully complete their task. We are left with the grown-up-question “have we too been like that 20 years ago?”.

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Even the longest seven hours are eventually over and we landed in Luang Prabang, the former city of emperors. It has an infinite number of wats and even more monks, a palace and all this surrounded by beautiful landscape with everything; waterfall, caves, river delta. What else could you possilby want? Unfortunately we have startet the whole wat-thing from the wrong end in Bangkok. This can not be outperformed, we walk through Luang Prabang thinking “.. have seen that bigger, with more buddhas, more golden…”. We enjoy great food and feel ashamed for the tourists that torture monks and market-women with their huge lenses. Finally we receive our visa for Vietnam and move on.
The chinese cars are not here for fun, the chinese invest big time. In dams for exaple. One of this nearly sabotaged our Ou-river cruise. But we would not take it and simply cycle to

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Nong Khaw, who would not want to go there, behind the dam and chartered our own little boat there. This time the youth can party without us, we move along the river watching the water buffalos take their bath.

 

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