Laos- nochmal bitte / Laos – a second helping

Hue – Champasak (21.12.2014 – 01.01.2015)

< zurück/back       vor/next >
(see below for translation)

An unserem letzten Tag in Vietnam ist Stefans Geburtstag. Tom und Heiner überraschen ihn morgens im Hotel mit Kuchen und Geschenken. Das war der schöne Teil des Tages. Der Trinkgeldjäger Nr. 1 des Hotels umschwänzelt uns, gibt nochmal alles. Der Regen auch.
IMG_1758Das Wetter lässt uns wenig Hoffnung, also buchen wir den Super-VIP-Mega-Bus in die Sonne (Laos).
Bei der Buchung wundern wir uns noch darüber, dass am helllichten Tag ein Liegebus eingesetzt wird. Als die Katastrophe an der Bushaltestelle hält ist alles klar, man kann Liegende besser DSCF4905stapeln, zwischen ihnen mehr Sachen transportieren. Die Liegesitze sind für Asiaten gebaut, also 20 Zentimeter zu kurz für uns, Duftbäumchen und intensive Beschallung garantieren anhaltende Übelkeit. Die Klimaanlage kühlt das ganze auf polare Temperaturen, gegen Erfrieren werden Kuscheldecken verteilt. Auf meine hat sich vor geraumer Zeit jemand übergeben, das kann ich gut nachvollziehen. Dauernd hält der Bus an um alles aus und noch mehr wieder einzuladen. Auf der Strecke sehen wir Busse, die mit Achsenbruch liegengebliegen sind. Die Fahrt ist quälend und so viel länger als angekündigt, dass wir nach der Grenze gerade noch den nächsten Ort erreichen und uns nach einem tristen Abendessen in ein schmuckloses Hotel mit nicht ganz frischer Bettwäsche einmieten.
Auf Regen folgt Sonne: Glücklich und froh sitzen wir am nächsten Morgen im Sattel, kräftigen Wind im Rücken, eine Nudelsuppe im Bauch und sausen in Richtung Sonnenschein. Kinder, wir nennen sie “Sabaidees”, quietschen und hüpfen vor Vergnügen und freuen sich wie verrückt wenn wir zurückwinken. 1-SchlagbergeEs gibt vermutlich wenig Zerstreuung im ländlichen Laos. Landschaftlich hat die Strecke DSCF0006wenig zu bieten. Reisfelder, Köhlereien und Wasserbüffel, ab und zu ein kleines Dorf. Es gibt aufregende Schlaglöcher und sogar Schlagberge. Dank anhaltendem Rückenwind kommen wir gut voran. Mit jedem Kilometer wird das Wetter besser. Stefan packt mit großer Geste seine Wattejacke ein und verkündet mutig sie bis Zürich Flughafen nicht mehr anzurühren. Devensanah, Xethamuak, Donghen, die Zwischenstopps gleichen sich. Wir erreichen ein schmuckloses Dorf nach dem anderen und folgen unserer Routine. Guesthouse suchen,  Dusche, Ankunftsbier, Nudelsuppe,
Schlafen, Packen, Nudelsuppe, Weiterfahrt. Als wir Savannakhet erreichen ist der 24. Dezember. Wie erwartet ist Weihnachten hier keine große Nummer. In Savannakhet sind wir mit Ralf aus München verabredet, er ist wahnsinnig genug ab jetzt mit uns zu fahren. Zur Begrüßung veranstalten wir ein leckeres Weihnachtsgrillen am Mekong. Savannakhet bietet so wenig Sehenswertes, dass sich Touristen fragend anschauen, wenn sie sich auf der Straße begegnen “Hier machst du Urlaub?”. Wir sind schnell wieder auf der Straße.
Ralf macht uns die große Freude gleich am ersten Tag einen Platten zu haben und sich und sein Equipment dem geballten Wissen der Fachjury zu stellen. Wetter, Landschaft, Reiselust – es geht stetig bergauf.DSCF2050 Auf dem Bolaven Plateau werden wir DSCF2073uns für zwei Tage untreu und mieten Mopets. Chinesische Qualitätsroller “ZongShen” von denen uns täglich tausende umtosen. Wir wissen, diese Roller transportieren ganze Familien samt Wocheneinkauf problemlos über Stock und Stein und vertrauen uns den Knatterkisten an. Auf dem Plateau wächst wunderbarer Kaffee, das meiste davon gehört den großen Röstereien, eine kleine Parzelle betreibt Mister Vieng. Mister Vieng kennt jede seiner Bohnen mit Vornamen, hier ist alles Handarbeit. Er freut sich sehr über unseren Besuch und bietet uns stolz eine Tasse Kaffee an. Gerne nehmen wir an. Aus ca. einem Kilo sortiert er nun die Bohnen aus, die nicht seinem Standard genügen. Anschließend röstet er den Rest über Holzkohle. Seine Frau steht mit der Kaffeemühle bereit und mahlt und mahlt. Schließlich brüht sie jedem eine Tasse auf. Der Kaffee ist nun fertig und etwa eine Stunde nach der Bestellung deutlich frischer als wir. Familie Vieng ist unglaublich sympathisch, wir fürchten jedoch der Markt ist noch nicht reif für sein Konzept.
P1060509Motorisiert umrunden wir das Plateau in zwei Tagen inkl. Museumsdorfbesuch und Übernachtung in der Elefantenlodge. Es ist schön, dass wir das mal gemacht haben und es ist auch schön, dass wir das Geknatter wieder los sind. Auf unseren gewohnten leisen Sohlen fliegen wir in Richtung Westen. Begleitet vom harmonischen Tickern der Gangschaltung erreichen wir pünktlich zum Jahreswechsel die alte Königstadt Champasak. Wir mieten nette Bungalows direkt am Mekong, lassen uns ordentlich durchmassieren und erwarten 2015 in der Hängematte. Das Leben hatte schon härtere Seiten.

(Hinterlasse einen Kommentar)

Laos, a second helping

It is Stefan’s birthday on our last day in Vietnam. Tom and Heiner surprise with cake and presents and make the morning the best part of the day to come. It is raining cats and dogs. It does not trouble us to leave.
IMG_1758Motivated by the weather we book a trip in the super VIP-
Sleeper-Coach into the sun (Laos).
We are a bit amazed that there is only a sleeper-coach in the morning.  We soon learn why. The disaster stops directly in front of us. Obviously, it is much easier to stack people when they are laying DSCF4905down. One can also get more goods in between them.
The seats are build for Asian people, about 20 centimeters too short for us. Tree air refreshener and supersonic sounding guarantee uninterrupted nausea. An AC cools the whole coach down to arctic temperatures. We get fluffy blankets against freezing. Somebody must have been sick over my blanket a while ago, I do understand why. The bus is stopping frequently to unload everything and reload more goods and people – the journey goes on forever to about double the scheduled time. We pass busses that broke down with their axe in pieces, no surprise.  It gets so late until we pass the border to Laos, that we are just about able to reach the next town where we take bald rooms with not so fresh sheets.
Sunshine comes after rain. The next day we are back in our seats, have noodle soup in our bellies and are pushed by a strong wind on our way into the sun. Little children, we call them “Sabaidees”, greet us enthousiastically and jump happily up and down when we wave back at them. There is not much distraction in rural Laos.
It is not the most scenic of all roads. DSCF0006Charcoal burners, water buffalos, rice fields, a little village now and then. It has exciting potholes, even pot mountains. Nevermind, thanks to the continous tailwind we make way and the weather improves with each kilometer. With grand gesture Stefan shuffles his down jacket into his pannier and proclaims that he is not going to see it again before we reach Zurich airport. Devensanah, Xethamuak, Donghen, one stop is like the other. In each of them we follow our routine: find guesthouse, take shower, arrival-beer, noodle soup, sleep, pack, get back on the road. It is the 24th of December when we reach Savannakhet. As expected nobody cares around here. We pick up Ralf from Munich who is mad enough to cycle with us from now on. To welcome his arrival we have a Christmas BBQ at the Mekong. Savannakhet is so very unattractive that tourists give each other stunned looks, when they meet in the streets “This is where you spend your holliday?”. Quickly we are back on the road.

Weather, scenery, wanderlust – it is getting better and better. On the Bolaven plateau we swap our bikes for scooters for two days. DSCF2073 Chinese quality scooters  ”ZongShen” of which thousands surround us each day. We know that they can carry whole families plus their weekly shopping without problems over hill and dale. Beautiful coffee is grown on the plateau. Mostly by major companies but also by Mister Vieng on his parcel of land. He is happy to see us and instantly invites us to a cup of coffee. Of course we are pleased and accept. Then he starts to select the good from the bad beand. He knows all of his beans by forename. He then roasts a kilo of good beans on his charcoal fire. His wife stands by, coffee greater in hand. She grates and grates and then brews a cup of coffee for each of us. The coffee is finally ready, only one hour after the offer, and much fresher than the recipients by now. Family Vieng is extremely likeable. We regret that the market is probalby not ready for their business model yet.
P1060509Motorised we see the whole plateau in two days including museum village and elephant lodge. It is nice to have changed the vehicle for a bit and even nicer to get rid of the sputtering. On our usual silent soles we ride on westwards. The unobtrusive clicking of our gear shift accompanies us.
Just on time for new year’s eve we reach the old city royal of Champasak. We rent nice bungalows at the Mekong, have extensive massages and wait for 2015 in our hammocks. Life could be a lot harder.

(back to top)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Follow

Get every new post on this blog delivered to your Inbox.

Join other followers: