Rein in die Pampa – raus aus der Pampa – Yeeeha

Futualefu bis San Carlos de Bariloche

(see below for translation)

Wir bogen von der Carretera ab. Kaum in Argentinien war es vorbei mit dem Regen. Wieder sehen wir alte Autos in Massen. Renault 12, Ford Falcon, Cadillacs sind äußerst beliebt und wie wir auch mit über 40 Jahren auf dem Buckel noch sehr straßentauglich.

Alte Kiste und Slogans - Argentinien wir sind wieder da

Nach einigen Wochen Bergen und Wald scheint uns die Pampa wieder wie neu. Sie ist auch hier eine Schönheit, in die man sich erst auf den zweiten Blick verliebt. Es gibt also Asphaltstraßen, Pampasgras, Nandus, aktuelle und ehemalige Gürteltiere und jede Menge Platz. Wir haben auch wieder mit Wind zu tun. Im

Vergleich zu Südpatagonien kann man ihn hier getrost als laues Lüftchen bezeichnen. Stefan

wieder im WindEx-Guerteltier

und ich haben noch immer kein Gürteltier gesehen. Ganz besonders sorgfältig scannen wir jede Böschung. Ich habe Glück an einer Kurve, kann es aber nicht beweisen. Stefan findet ein Gürteltier, das lang genug still hält. Ich würde gerne nochmal ein lebhafteres Exemplar sehen.
Wir sind weiterhin als Gruppe unterwegs, genießen asphaltierte Straßen, Äpfelchenpause, Mittagspause, Kaffeepause und wenn möglich ein Ankunftsbier.
Unterwegs nach Bariloche gibt es größere und kleinere Ortschaften.

Kinderbett

Ich bin für den Essenstransport zuständig, da wir jeden Tag einkaufen können reise ich mit recht leichtem Gepäck. Stefan lässt das nicht unkommentiert, kann mir die Freude darüber trotzdem nicht verderben. Wir kommen durch das winzige Örtchen Epuyen. Hier mieten wir uns die einzige Ferienwohnung. Sie besteht aus einem Zimmer mit Kochecke, großem Bett und 2 Kinderbetten. Die Verteilung der Schlafgelegenheiten war a) durch die Gruppenkonstellation vorgegeben und b) etwas lustig.

Raus aus der PampaIn Epuyen war es auch schon wieder vorbei mit der Pampa. Wir durchfahren fruchtbare Täler, kommen an wunderschönen Seen vorbei und bleiben zwei Nächte im ehemaligen Hippiedorf El Bolzon. Der Duft von Haschisch ist in der Luft und Leute in bunten Bollerhosen verkaufen Selbstgeschnitztes. Stefan meint jemand habe ihm Cocain verkaufen wollen. Es war auf dem Campingplatz und wenn ich die Gesamtsituation und Road TrainStefans noch leicht ungeschliffene Spanischkenntnisse bedenke komme ich zu dem Schluss, dass man ihn eventuell nur nach der Küche (cocina) gefragt hat.
Seit einigen tausend (jaja, Mehrzahl, sind immerhin 2,5) Kilometern hören wir von einer canadischen Familie mit zwei Kindern, die vor uns her radeln. In El Bolzon begegnen wir ihnen endlich und sind entzückt wie nett sie sind voller Bewunderung für die sportliche Leistung. Sie haben die gleiche Strecke hinter sich wie wir, und zwar so: 1. Vater (Rad mit 4 Packtaschen) – Anhängrad mit 6-jährigem Sohn – ausgedienter Kinderanhänger mit Gepäck 2. Mutter (Rad mit 2 Packtaschen) – Anhängrad mit 4-jähriger Tochter. Wir haben zusammen gegrillt und hatten einen sehr schönen Abend. Dass die vier uns am nächsten Tag noch eingeholt haben sollte ich vielleicht verschweigen, aus Respekt vor dieser Beinpower führe ich es trotzdem an.
Drei Tage erholen wir uns in Bariloche, wir holen Schwung für die nächste Etappe entlang der 7 Seen nach San Juan des los Andes.
Nachdem sich Anita schon vor einer Woche von uns verabschiedet hat verlassen Tom und Heiner uns hier. Nach drei Monaten ist ihr Kurzurlaub schon vorbei. Es hat viel Spaß gemacht als Gruppe. Wir werden uns umgewöhnen müssen und unangenehmer Weise unsere dürftigen Spanischkenntnisse bemühen.

 

Into the Pampa – Out of the Pampa – Yeeha

We left the Carretera. Just into Argentine the rain was over. We saw a lot of old cars again. Renault 12, Ford Falcon, Cadillacs are very popular and just like us still doing well with more than 40 years on their backs.
After weeks with mountains and wood the Pampa seems brandnew to us. As well as in the south it is a beauty on second sight. We fell in love again. We are back on paved roads, surrounded by pampass grass, nandus, current and former armardillos and a lot of space. Again we have to deal with the wind. Compared to the wind in the south it is rather a halfhearted breeze.
Stefan and me did not see an armardillo previously. Very thoroughly we monitor both sides of the street. I am lucky at one curve, but simply can not proove it. Stefan discoveres one armardillo that holds still long enough. I would prefer to see a more lifely one.
We are travelling in a group of four, enjoy the asphaltic roads, apple breaks, coffee breaks, lunch breaks and a beer at the end of the ride, if possible.
There are a lot of villages along the road to Bariloche so that we can refill our supplies daily. I am in charge of the food transportation and able to travel light. This makes things much easier, me a lot faster and is repeatedly commented by Stefan. Nevermind, I am still happy about this.

We take the one and only accommodation in the tiny village Esquel, it is a one room apartment with a kitchen in the corner, a large bed and a bunk bed (for the kids). Due to the constellation of the group it is a) pretty obvious who takes which sleeping accommodation and b) very funny.

In Epuyen the pampa was over. We cross fertile valleys, come along beautiful lakes and stay two days in the village El Bolzon, formerly occupied by hippies. The smell of marihuana is in the air and people in colourful buggy trousers sell self-made stuff. Stefan is convinced that a guy at the campground tried to sell him cocain. Bearing the whole situation and Stefan’s improvable knowledge of the language in mind, it seems probalbe that he was only looking for the kitchen (cocina).

Since a few thousands (yes, plural, it is 2,5 now) kilometers we keep on hearing about a canadian family that travels by bike with their two kids that travel ahead of us. In El Bolzon we finally get to meet them. They are extremely nice and I admire their sportive archievment. They did the same trip as we did like this: 1. father (bike with 4 packing bags) – affixed the son (6) on his bike – affixed the carrier with luggage 2. mother (bike with 2 packing bags) – affixed the daughter (4) on her bike. We had a BBQ together, it was a very nice evening.
They don’t know and don’t want to know how much weight they carry. I would rather not mention that they closed in on us the following day, but my respect for this leg-power is great.

We are resting three days in Bariloche before we take up speed again for the next stage along the siete-lagos-route to San Juan des los Andes.

Anita has left us a week ago and nowTom und Heiner are finishing their three-month-short-trip here in Bariloche. It was great fun to bike with them and we have to adjust now to being just the two of us. Unfortunately we although fall back to our poor Spanish kowledge now.

 

 

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