Schöne Schleife

Mendoza nach Talacasto (16. – 24.05., ca. 370 km 2.900 hm)                                     <zurück  vor>

(see below for translation)  

In zahlreichen Blogs haben wir gelesen, dass die Strecke Mendoza-Salta so langweilig sei, dass man sie lieber mit dem Bus gefahren ist. Wenn sie niemand fährt (der Bus nimmt eine ganz andere Route), so fragen wir uns, woher wissen dann alle, dass es dort öde ist? Tiefenentspannt 01 Radgeschwister und neugierig sind wir die angeblich so langweilige Route Mendoza-Salta angetreten. Gleich am ersten Tag kamen uns zwei Radfahrer aus der Schweiz entgegen, die auch auf dem Weg nach Salta waren. Erste Verwirrung klärte sich schnell auf, sie wollten die langweilige Strecke mit dem Bus überbrücken und dazu nach Mendoza fahren, sie haben nicht so viel Zeit.
Wir strampelten weiter, ziemlich bergauf durch das unglaubliche Tal des Arroyo auf dem Weg nach Uspallata. Wir staunten abwechselnd und beglückwünschten uns zu der Entscheidung diesen kleinen Umweg zu nehmen, egal ob bergauf oder nicht.
02 Tal 02 Angler

Wir hatten Sonnenschein, Rückenwind und ein landschaftliches Spektakel. Acht schmale Tunnel sind wir durchfahren. Großartig, im letzten Tunnel waren wir heiser.
Sonnenuntergang    1-TunnelSo spektakulär die Umgebung so traurig die Ortschaften. Portrerillos, Uspallata, Barreal, Talacasto: Von diesen Orten hat man noch nie gehört und das mit gutem Grund.
Es ist Herbst, auf den Campingplätzen sind wir die einzigen, die Pools sind leer und die Campingplatzbetreiber bemühen sich mehr oder weniger erfolgreich für uns warmes Wasser und Licht einzuschalten. Wir machen uns an jedem Ort den Spaß nach WiFi zu fragen. Je nach Humor zeigt man dann irgendwo hin (“unter dem Baum dort ist Internet”) oder schüttelt bedauernd den Kopf. Das Wetter ist perfekt, tagsüber ca. 20 Grad und nachts etwa 6, Winter im Norden von Argentinien. Ich bin sehr froh nicht im Sommer hier zu sein.
Auf dem Weg bis Talacasto löst “Das allerschönste Tal bisher ™” “Das schönste Tal bisher ™” ab, bevor es vom “aller-allerschönsten Tal bisher ™” abgelöst wird. Ein bisschen wird die Freude von 40 Kilometern Übelschotter-from-hell ™ kurz hinter Uspallata getrübt, aber der Blick auf die 6000 Meter+ Gipfel hilft die Schmerzen des Rrrrrripio schnell zu vergessen.
Jeden zweiten Tag campen wir “libre”, also irgendwo im nirgendwo und jeden ersten Tag in einem Örtchen. Örtchen im weiteren Sinne, in Talacasto z.B. haben wir für 200% Bevölkerungszuwachs für eine Nacht gesorgt.  Auf meiner argentinischen Karte sind alle möglichen Sachen eingetragen. Wenn wir Einheimische fragen, was dort zu erwarten ist lautet die Antwort jedoch immer “hmmmmm….nada”. Das ist nicht mehr ganz richtig, denn zwischen Barreal und Calingasta an der Brücke hinter der stillgelegten Mine ist jetzt mein Taschenmesser. Also, falls da jemand demnächst vorbeikommt, ich vermisse es sehr. Wahrscheinlich steht in der nächsten Auflage der Karte “Victorinox” an der Stelle und ahnungslose Reisende hoffen dort einkaufen zu können.
schönstes Tal Ende Ripio aller allerschönstes Tal Aconcaqua Schneegrenze

 

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Bautiflul Bow

We read in most blogs, that the leg Mendoza-Salta ist so boring, that one rather took the bus. We were wondering how everybody knew if nobody did it (the bus is taking a different route). After the break in Mendoza we startet very relaxed and curious.
Very soon we met the first cyclists after weeks. Funny enough,
01 Radgeschwisterthey were coming towards us on their way to Salta. The confusion was short, of course they were on their way to Mendoza to take the bus because they don’t have much time and the way is so boring. It was nice to meet other cyclists after such a long time (http://hermanos-en-bici.blogspot.com.ar/).

We pedaled on, mostly uphill through the unbelievalbly beautiful Valley  Arroyo on our way to Uspallata. We were stunned by the beauty and concratulated us on our decision to cycle the whole way- nevermind the uphill.
02 Tal 02 Angler

Sunshine, tailwind spectaculous landscape, life could be worse. We passed eight small tunnels and had lost our voices by the end of the day.

Sonnenuntergang    1-Tunnel
This most specaculous landscape stretches around the most unspectacular towns. Portrerillos, Uspallata, Barreal, Talacasto: Never heard from this backwaters and that with good reason.
It is nearly winter and we are the only ones on the campgrounds. The pools are empty and the owner try more or less successfully to turn light and hot water back on for us. Mostly we don’t manage to detain from asking for WiFi. Depending on the humor the people point to a random spaces (e.g. “the internet is over there, under the tree”) or just shake their heads.
The weather is perfect, over 20 centigrade during the day and around 6 at night. I am very glad to miss the summer temperatures.
On our way to Talacasto we pass “the very most beautiful valley so far ™” after “the most beautiful valley so far ™” befor we get to “the very-very most beautiflul valley so far ™”. We have to face a short 40 km of gravel-road-from-hell before Talacasto but the view of the over 6000 meter peaks soon helps to foret the pain on the rrrrrripio.
It is very quiet here. Every second day we camp “libre”, somewhere along the way. In order to plan our supply we ask the people about all the things, that are printed on my argentinian map (it looks fairly busy). Mostly they think a while and reply  ”hmmmmm….nada”. This is not right any more. Somewhere at a bridge between Barreal and Calingasta behind the closed mine is my pocket knife now. If someone passes there, I miss it very much. And if it says “Victorinox” on the next edition of the map then don’t expect a town.

 

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