Swiss five more

Chiang Mai (Thailand) – Houay Xay (Laos) – 365 km, 3580 Höhenmeter

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Wir sind von Chiang Mai in Thailand endlich auf unseren Rädern Richtung Mekong aufgebrochen. Unser Eindruck von Thailand: schöne Menschen praktizieren eifrig ihre sehr ästhetische Religion, kochen hervorragend und geben sich mit der Straßenplanung keine
Mühe. Die beste Verbindung zweier Punkte sei eine Gerade, ein verbreiteter Irrglaube. Stefan bat darum in diesem Post die Begriffe ‘brutale Mistrampe’ ™ und ‘brüllende Mörderhitze’ ™ einzubauen. Gerne. Wir lassen uns nicht beirren sondern stehen enorm früh auf um in der Mittagshitze zwischen halb zwölf und halb drei möglichst

auf der Rampe

im Schatten ausharren zu können. Wenn wir trotz ‘brüllende Mörderhitze’ ™ eine ‘brutale Mistrampe’ ™ angehen ist das kein schönes Bild. Wo wir entlangkommen vergesse ich gleich. Ortsnamen aus zwei Silben, die in meinem Hirn, auf Namen wie “Neustadt” oder “Santa Lucia” geeicht, nicht hängenbleiben. Es sei denn sie sind witzig. “Ping Kong”, hehe.
1-DSCF2150 Thailand ReisfeldWir sind in den Bergen, mächtiges Auf und Ab, die Unterkünfte sind einfach aber pikobello und das Essen ist toll, es sei denn unser “not spicy please” wurde nicht verstanden. In dem Fall explodiert kurzerhand der Kopf. Regelmäßig sitzt einer von uns weinend am Tisch, auch wenn wir es eigentlich lustig haben. Wir fahren durch das Ping-Tal und dann Richtung Laos. Die Landschaft ist schön, haut uns aber nicht um. Vielleicht sind wir schon ein wenig verwöhnt in der Hinsicht. Frühstücken wird zum Problem. Wir stehen sehr früh auf, da gibt es noch nichts. Ohne Frühstück in die Berge fahren ist schwierig. Wir versuchen es mit Keksen und löslichem Kaffee, finden mal in einem Supermarkt ein Päckchen Haferflocken, das reichte nicht lange. Wir haben keine gute Lösung, sind auch bald schon an der Grenze zu Laos und alles ist sowieso anders.
Den Ausreisestempel bekommen wir sofort, anschließend wird es interessant. Wir dürfen nicht mit unseren Fahrrädern die zwei Kilometer über die nagelneue Brücke fahren. Vermutlich hat man Angst, dass wir sie kaputt machen. Stattdessen müssen wir Bustickets kaufen und unsere Räder in den dafür nicht vorgesehenen Bus laden.

Granzübergang

Der ist jetzt zur Hälfte blockiert, die Fahrgäste drängeln sich in den vorderen Reihen und fragen, was wir eigentlich für Radfahrer seien wenn wir nicht mal diese klitzekleine Brücke schaffen. Uns ist das unangenehm, aber irgendwie geht alles vorbei und dann wird es nochmal lustig. In Laos füllen wir brav unsere Zettel aus und bezahlen die 30 Dollar (plus 1 Dollar weil es inzwischen nach 16:00 Uhr ist). Nur nicht Stefan. Der Zöllner schaut auf die Geldscheine in der Hand, lächelt zum ersten Mal “Swiss five more”.
Keiner versteht warum, aber Laos ist bei Stefan unten durch noch bevor er einen Fuß hineingesetzt hat.

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Swiss five more

Finally we set off in Chiang Mai on our bikes towards the Mekong river. Our impression from Thailand is: beautiful people practice avidly their aesthetic religion, cook wonderful meals but don’t make any efford to plan the roads. The best connection between two points is a straight line, this is a myth. Stefan asked to include the terms ‘brutal rubbish ramp’ ™ and ‘roaring monster heat’ ™ in this post. I have nothing to add.

auf der Rampe

We learn and get up very early to be able to avoid the biggest heat between 11:30 and 2:30 pm. It becomes ugly, if we face a ’brutal rubbish ramp’ ™ in the ’roaring monster heat’ ™.

I forget the names of the places we pass at once. They contain of two syllables my brain is not programmed to remember. Just in case they are funny. ‘Ping Kong’ – hehe.
1-DSCF2150Thailand ReisfeldWe are  clearly in the mountains. It is up and down all the time. The accommodations are simple but squeaky clean, the food is great unless the chef does not understand our “not spicy, please”. In that cases the head explodes. Frequently one of us sits at the table and is crying despite the good times we are having.
We pass the Ping-Valley. The landscape is beautiful but it does not knock our socks off. Maybe we are a bit spoiled by now.
Breakfast becomes a problem. We don’t get anything that early in the morning and experiment with cookies and ready made coffee. Not funny before riding the mountains. Occasionally we find some oats, but that does never last long. Before we can come up with a good solution we reach the border to Laos and everything is different anyway.
GranzübergangWe get our stamp to leave Thailand easily, then things become interesting. We are not permitted to cycle over the brand new bridge between Thailand and Laos. Obviously they are afraid that we break it. Instead we have to buy bus tickets and load our bikes into a bus which is not made for this. Our bikes blok half of the bus and all passengers have to squeeze in the first few rows. They are asking what kind of cyclists we want to be, if a teeny-tiny bridge is already too much for us. This is awkward but luckily the ride is short. In Laos it gets funny again. We fill all the forms they give us, queue to pay the 30 US$ for the visa plus 1 US$ because it is after four in the meantime. Just not Stefan. The customs officer looks at him, looks at the notes he holds and smiles for the first time:  ”Swiss five more”.
Nobody knows why, but Stefan dislikes Laos even before he set foot in.

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